Wildkatze und Waldnaturschutz mit Öffentlichkeitsarbeit (Event I)

Vom 2. bis zum 4. März 2016 verbrachten elf Bundesfreiwillige 3 spannende Tage auf den Spuren der scheuen Wildkatze, die auf leisen Pfoten in den vergangenen Jahren nach Deutschland zurückgekehrt ist.

Der entscheidende Unterschied

„Woran erkenne ich eine Wildkatze?“, „Wie unterscheide ich Haus- und Wildkatzen?“ und „Wo sind die scheuen Waldbewohner eigentlich genau zu finden?“. Diesen Fragen widmete sich der Einstieg in das erste Seminar dieses Jahres im IfBI, im nördlichen Bayern gelegenen Ebern.

© Harry Neumann

Aber auch wenn klar ist, wer gesucht wird, bleibt die Frage nach dem "Wo?" und dem "Warum gerade die Wildkatze?“. Wildkatzen sind Waldkatzen und damit Sympathieträger für den naturnahen Wald. Doch wie erkenne ich diesen, und warum brauchen wir überhaupt Artenvielfalt und strukturreiche, alte Baumbestände?

Den Sympathieträger Wildkatze in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und Unterstützung für die Arbeit des Naturschutzes zu gewinnen, war Hauptthema des Seminars  mit dem Qualifizierungsmodul Event I.

Um möglichst viele Personen für ein Projekt begeistern zu können, lernten wir, eine geeignete Zielgruppe auszuwählen, sowie geeignete Flyer und Plakate zu erstellen. Jedes Teilnehmerteam erstellte dazu eine Kampagne, welche mit einem selbstgestalteten, passenden Logo abgerundet wurde.

Im Zeichen des Waldes

Ergänzend zur Theorie fehlte auch die Praxis nicht. Ein ehemaliger Förster und passionierter „Wildkatzenhüter“ erklärte direkt vor Ort die Ansprüche des scheuen Jäger an ihren Lebensraum und den Wildkatzennachweis über die Lockstockmethode. Anschließend zogen die Teilnehmer selbst los, bewaffnet mit Bögen zur Klassifizierung von Biotopbäumen und guten Augen, um selbst wichtige Merkmale naturnaher Wälder zu finden. Viele dieser Strukturen können auch von Wildkatzen genutzt werden

© Valentina Schnittka


Alte Bäume tragen mehr Früchte als Junge. Dadurch locken sie viele Mäuse an und bieten so eine gute Nahrungsgrundlage für die Wildkatze. Felsen und alte, hohle Baumstämme bieten natürliche Verstecke für die Jungenaufzucht. Natürliche Waldverjüngung zeigt sich durch ein dichtes Unterholz an hellen Standorten. Diese bieten den Katzen eine gute Deckung und schöne Plätzchen zum Sonnen.

Der letzte Seminartag setzte die Konzepte vom Vortag um. Nun galt es mit konkreten Flyern und Postern Werbung für das erdachte Event zu machen.

Zum Abschluss des Seminarthemas gab es einen tiefen Einblick in die Fragen „Was wissen wir aktuell über Wildkatzen?“ und „Was passiert eigentlich mit den Haaren am Lockstock?“. Dabei erfuhren wir auch, durch welche Methoden eine Wildkatze eindeutig identifizierbar ist.

Abschließend wurde das gesamte Wissen über die scheuen Waldbewohner, ihre Ansprüche und ihre Lebensweise, dass die Teilnehmer sich in den vergangenen 3 Tagen erarbeitet hatten, in einem Quiz abgefragt. Mit viel Spaß und sehr guten Punktzahlen haben alle TN geglänzt und sich den Preis – Süßigkeiten für alle – redlich verdient.

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