Im Bundesfreiwilligendienst Antwort finden auf viele Fragen

Mavin Ottenjann leistete von Oktober 2014 bis September 2015 einen BFD beim BUND Emsdetten. Sein Tipp: Bewerben und Mitmachen!

Marvin Ottenjann

Bufdis kochen Kaffee und hüten das Büro? Nicht beim BUND Emsdetten. Diese angenehme Erfahrung habe ich schnell gemacht. Stattdessen heißt es: Bewusstsein schaffen, Umweltbildung. Wie genau, das liegt ganz bei dir.

Ansatzpunkte gibt es viele: Unterricht an Schulen halten, Projekttage durchführen, AGs in der Ganztagsbetreuung anbieten, mit der VHS in der Erwachsenenbildung tätig werden, Führungen geben, bei der Jugendabteilung der Ortsgruppe als Leiter mithelfen und und und.

So lässt sich sehr schnell, sehr viel über eigene Neigungen und Interessen erfahren. Liegt mir der Umgang mit Menschen gewissen Alters? Bin ich ein kreativer Denker, ein Planer oder doch eher ein Macher? Macht es mir Spaß, mich mit Umwelt- und Naturschutzthemen auseinander zu setzen und diese anderen zu vermitteln? Antworten auf diese Fragen können vielfältig sein und sehr unverbindlich gesucht werden. Ausprobieren, einfach machen ist hier die Devise. Mir hat diese Einstellung in einer Phase der Neuorientierung sehr geholfen.

Natürlich erfordert diese Art der Arbeit ein allgemeines Interesse an pädagogischem Umgang mit Menschen sowie an Umwelt- und Naturschutzthemen. Professionelle Kenntnisse und Wissensstände erwartet aber selbstverständlich niemand - zumal jedem bewusst ist, dass die eigene Arbeit ehrenamtlich ist. Wie man eine Führung macht oder einen Projekttag hält, wie man mit Konflikten in Gruppen umgeht, das lernt man. Dafür gibt es schließlich BFD-Seminare, Juleica-Schulungen, Fortbildungen, praktischerweise finanziert durch die Einsatzstelle. Warum also nicht nach dem BFD als ausgebildeter Multiplikator das Studium mit Projekttagen an Schulen finanzieren? Wer also ein gewisses Maß an Eigeninitiative mitbringt, dem wird seine Zeit beim BUND Emsdetten sehr helfen, sich beruflich und persönlich zu orientieren, sich weiterzubilden und Erfahrungen abseits von Lehrbüchern zu erhalten.

Wenn es nach mir geht, heißt es daher für alle Unentschlossenen und Orientierungssuchenden: Bewerbt euch und macht mit! Mich hat es riesige Schritte weitergebracht.

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