Die Überzeugungstäter

Die "Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt" ist eine externe Einsatzstelle der BFD Zentralstelle des BUND -  und wächst dank Ihrer Freiwilliger

Als Nico einen Anruf erhält, ob er den Kampagnenleiter der Albert Schweitzer Stiftung mit seinem „Grunzmobil“ auf dem Marienplatz in München noch am gleichen Tag unterstützen könnte, ist er gleich Feuer und Flamme. Im öffentlichen Raum mit einem großen Plastikschwein möglichst viele Menschen von den grausamen Realitäten der Massentierhaltung aufzuklären und von den Vorteilen der veganen Ernährung zu überzeugen ist genau das, was Nicolas Thun (29 Jahre) machen wollt.

Foto: Manuel Fricke
Konstantin Tsmilikelis und Anne Bohl, Mitarbeiter der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt und Ex-Bundesfreiwillige

Nach knapp 1,5 Jahren Berufserfahrung in einer Unternehmensberatung suchte der studierte Religions- und Sprachwissenschaftler nach einer für ihn sinnstiftenden und wertschöpfenden Tätigkeit. Dass sich daraus dann ein paar Wochen später eine für ihn maßgeschneiderte Bundesfreiwilligendienststelle im Kampagnenteam und 15 Monate im Anschluss eine feste Stelle ergab, konnten bei der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt auch andere Bundesfreiwillige schon erleben. Ähnlich erging es Konstantin Tsmilikelis, der seine Promotionsstelle an der Freien Universität aufgab, um bei der ASS als einer der ersten Bufdis 2011 für sechs Monate einen Bundesfreiwilligendienst anzutreten. Mittlerweile verantwortet er dort die wissenschaftlichen Themen. Die Albert Schweitzer Stiftung ist eine von insgesamt 115 „externen“ (nicht BUND-zugehörigen) Einsatzstellen im Bundesfreiwilligendienst, die sich der BUND Zentralstelle angeschlossen haben. Mit gerade einmal drei hauptamtlichen Mitarbeitern wagte Geschäftsführer Mahi Klosterhalfen vor vier Jahren das Experiment mit zwei BFD-Stellen in den neuen Freiwilligendienst einzusteigen.

Heute sind kontinuierlich neun Bundesfreiwillige in der Stiftung im Einsatz. Durch ihr Engagement wächst die Zahl der Stiftungsförderer, woraus sich wieder neue hauptamtliche Stellen ergeben konnten. So haben von den derzeit insgesamt 12 hauptamtlichen Mitarbeitern acht als Bundesfreiwillige angefangen.

„Für uns ist der BFD eine tolle Möglichkeit Unterstützung für neue Ideen und Projekte zu gewinnen, die wir ansonsten nicht stemmen könnten“ lobt Dirk Reuter, BFD-Betreuer der ASS, den Freiwilligendienst. Kompliziert findet Reuter die Formalitäten im BFD nicht. „Ein Telekom Vertrag abzuschließen ist komplizierter als einen BFD-Vertrag auszufüllen“.