"MoFI" - Mobile Fahrrad Integration mit dem ADFC Heidelberg

Foto: Eva Sigmund

Der ADFC Heidelberg e.V. startete Anfang 2016 mit seinem Projekt "MoFi" als eine der ersten Einsatzstellen des BUND mit Kontingenten aus dem Sonderprogramm "Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug".

Auf unserem Einsatzstellentreffen Anfang März in Berlin stellte die Bundesfreiwillige  Eva Sigmund das Projekt einer interessierten Zuhörerschaft vor.


Wir fragten Frau Sigmund nach ihren ersten Erfahrungen als Freiwillige und was sie sich für ihren Freiwilligendienst wünscht.

Frau Sigmund, wie kam es zu Ihrem Interesse an einem Bundesfreiwilligendienst?

Ich bin Chemikerin und habe zuvor einige Jahre in der Industrie gearbeitet. Letztes Jahr bin ich aus privaten Gründen nach Heidelberg gezogen. Das habe ich als Anlass genommen, das nachzuholen, was ich zwischen Schule und Studium verpasst habe.  Einen Bundesfreiwilligendienst wollte ich schon nach der Schule machen. Damals fehlte mir jedoch die richtige Idee. Ich habe mich nun nach einer Einsatzstelle umgesehen, bei der ich ein Projekt mit einem konkreten Ziel durchführen kann. Besonders der Bezug zu Flüchtlingen ist mir dabei sehr wichtig gewesen.

Wie sieht ganz konkret Ihr Arbeitsalltag aus?

Ich arbeite 39 Stunden die Woche im Büro der Abteilung Verkehrspädagogik des ADFC Rhein-Neckar/Heidelberg. Von hier aus planen wir das Projekt. Nebenan stehen uns ein Lager und eine Werkstatt zur Verfügung, um die Materialien und natürlich die Fahrräder für das Projekt vorzubereiten. Unterstützt werde ich durch die Leitung der Abteilung, durch die Mitarbeiterin, die für die Verwaltung zuständig ist, und noch zwei weiteren Bundesfreiwilligen, die alle Projekte der Verkehrspädagogik und auch das Flüchtlingsprojekt unterstützen.

Foto: Eva Sigmund

Was wünschen Sie sich ganz konkret für die nächsten Monate Ihrer BFD-Zeit?

Ich wünsche mir, dass wir den Kindern und Jugendlichen in den Unterkünften viel Spaß am Fahrrad fahren vermitteln können und dass sie auch unsere Kinder und Jugendliche im Verband kennenlernen und mit Ihnen zusammen langfristig Rad fahren.

Mit welchen Herausforderungen sind Sie im Bundesfreiwilligendienst

Die größte Herausforderung für mich ist das neue Arbeitsfeld hier im ADFC welches fernab von dem Fach Chemie liegt. Ich hatte auch seit der Schulzeit, dort habe ich Kinderturnen betreut, keinen näheren Kontakt zu Kindern und Jugendlichen. Dabei ist es natürlich noch mal etwas ganz anderes mit Kindern und Jugendlichen, die aus ihrem Heimatland geflüchtet sind, zu tun zu haben.

Haben Sie jetzt schon Pläne wie es nach Ihrem Bundesfreiwilligendienst weiter gehen wird?

Nach der Zeit im Bundesfreiwilligendienst möchte ich in meinem alten Berufsfeld weiterarbeiten. Ich möchte jedoch nicht den Kontakt zu meiner Einsatzstelle verlieren und hoffe, dass ich auch weiterhin das Projekt unterstützen kann.

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